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TYPO3 - Die Technik hinter dieser Seite

TYPO3 Bücher

05.08.2009

TYPO3 - Die Technik hinter dieser Seite

Logo TYPO3

Ich habe mich schon länger mit dem Gedanken gespielt, meine alte, in die Jahre gekommene Homepage neu zu gestalten. Doch mir ging es in erster Linie nicht um ein neues Design, sondern eher darum die Inhalte vernünftig verwalten zu können und natürlich auch einen möglichst Standard-konformen Code zu bekommen. Es sollte schon irgendwie in die Richtung eines CMS gehen. In Gesprächen mit Kollegen und durch Recherche im Internet bin ich dann auf einige Produkte gestoßen, die für mich in eine engere Auswahl gekommen sind:

  • Joomla
  • TYPO3
  • Yaml (auch wenn es kein CMS in dem Sinne ist...)

So habe ich mir dann irgendwann daheim auf einem Testsystem zunächst Joomla angeschaut. Da war ich am Anfang auch wirklich begeistert und konnte meine Anforderungen auch so halbwegs abbilden. Es gab eigentlich auch jede Menge Templates und Erweiterungen, die für mich als Privaten kostenlos waren. Doch die Lösungen für das Einbinden von eigenem HTML/Java-Code gefielen mir irgendwie nicht so richtig. Auch konnte ich mich dem Eindruck nicht verwähren, dass die ganzen Joomla-Lösungen und vor allem die gratis verfügbaren Templates so einen spielerischen Charakter hatten. So musste ich mir dann eingestehen, dass es für mich persönlich nicht die richtige Lösung war.

Den nächsten Test machte ich dann mit einer Testinstallation von TYPO3. Dieses Tool war noch mächtiger als Joomla und gefiel mir auf den ersten Blick wirklich ganz gut. So habe ich dann ein Einführungs-Tutorial so halbwegs durchprobiert und spielte mich einfach mit den Möglichkeiten des Systems rum. Dabei ist mir dann sehr schnell die einfache Möglichkeit eigenen HTML-Code in die Seiten einzubinden aufgefallen - das hat mir einfach in mein Konzept gepasst. Schwieriger wurde es da schon bei den (gratis) verfügbaren Templates. Da konnte ich keines finden, das so oder zumindest so ähnlich war wie ich es wollte. 

 

Dann kam wieder einmal der Faktor Zeit ins Spiel und ich ließ meine Versuche für einige Monate ruhen...

 

Irgendwann schwärmte mein Kollege von YAML, so dass ich mir das mal kurz angesehen habe. War für das Layout usw. echt genial - super Lösung! Aber es war halt nicht das von mir favorisierte CMS. So habe ich mich dann zugegebenermaßen nicht mehr wirklich im Detail damit beschäftigt...

 

Umstellungsdruck

Aber dann ist es passiert: Auf meinem Webserver wurden die Frontpage-Server-Erweiterungen zerstört (ja ich weiß, Frontpage! Aber es hat mir über viele Jahre wertvolle Dienste geleistet...) und ich konnte nichts mehr vernünftig aktualisieren.

 

So hab ich mich an meine Tests bzw. Spielereien erinnert, die ich einige Monate vorher gemacht hatte. Ich installierte mir wieder einmal eine TYPO3-Umgebung auf einem Testsystem und spielte mich ein paar Minuten rum. Doch da ich nicht viel Zeit vergeuden wollte, machte ich mich auf Literatur-Suche bei Amazon. Da viel mir ein kleines und vor allem günstiges Heftchen zum Thema auf:

 

Das habe ich mir dann auch gleich bestellt und konnte mich dann wenige Tage später mit diesem Heftchen und dem darin beschriebenem Beispiel an den Rechner setzen. Da habe ich dann auch bereits am 1. Abend die von mir im Hinterkopf gespeicherten Anforderungen so halbwegs umsetzen können. Da ich aber eigentlich die Seite im Netz aktualisieren wollte und nicht irgendeine Spielerei auf einem Testrechner entschloss ich mich spontan, TYPO3 auf meinem Webspace zu installieren. Somit war ich unter Druck und musste an diesem System arbeiten. Nach einem weiteren Abend vor dem Rechner hatte ich das Grundgerüst der Seite erstellt (HTML-Framework mit CSS-Stylesheet) und konnte mich nun dem Content widmen. Die Ergebnisse siehst du ja nun bereits auf diesen Seiten...

Ist TYPO3 schwer zu lernen?

Generell muss ich sagen, dass man immer wieder hört, dass TYPO3 so extrem kompliziert und schwierig zum Einarbeiten ist. Da bin ich der Meinung, dass man hier 2 Dinge getrennt voneinander betrachten muss:

  • Das eigentliche CMS:

Das finde ich nicht wirklich schwer zu bedienen oder zu erlernen. Es ist eine logische und übersichtliche Oberfläche und bietet schon standardmäßig viele Möglichkeiten. Klar, es ist kein WYSIWYG-System (wenn man die Vorschau nicht berücksichtigt), aber durch den dynamischen Ansatz hat es große Vorteile. Und wenn man das Konzept mal verstanden hat ist es wirklich angenehm.

  • TypoScript:

hier sieht die Sache schon etwas anders aus. Um es wirklich selber zu verstehen bzw. dann selbst Scripte schreiben zu können muss man sich schon etwas reinknien. Aber hier ist die Frage zu stellen, was brauche ich wirklich? Ich habe zwar auch TypoScript bei mir in Verwendung, aber eigentlich in sehr geringem Umfang - und den Code bzw. Tipps dazu konnte ich in der Literatur und im Internet finden. Will man wirklich eigenständige und umfangreiche Projekte damit realisieren, dann zahlt sich aber wahrscheinlich auch der Einarbeitungsaufwand aus!

 

Alles in Allem bin ich zufrieden mit meiner Entscheidung auf TYPO3 gesetzt zu haben und ich konnte sogar einen ehemaligen Arbeitskollegen überzeugen, eines seiner Projekte auch mit TYPO3 umzusetzen...

Solltest du auch Interesse haben, so schmökere doch einfach in der Literatur rechts oben oder bei den Links!

lG und viel Spaß beim Probieren!

Mike

Links zum Thema

© Michael Kaserbacher www.kaserbacher.com